FAQ’s

Was wir von der Allianz-für-Kinder immer wieder gefragt werden…

Warum setzt sich die Allianz für Kinder aus anderen Ländern ein?
Was kümmert uns als Österreicher/innen das Schicksal albanischer Mädchen und Buben? Oder von Kindern aus Afghanistan, dem Kosovo, einem sonstigen Krisengebiet? Sind wir dafür verantwortlich, wenn sie krank und verletzt sind und keine Medikamente zur Linderung ihrer Leiden erhalten?

Wir haben in Afghanistan keine Minen gelegt, in Angola keinen Bürgerkrieg angezettelt und die Armut nicht geschürt. Aber sollen wir deshalb wegschauen, wenn Kinder sterben, verkrüppelt werden, von Entzündungen hinweggerafft werden?

Wir leben in einem Land mit bester medizinischer Infrastruktur und wir können etwas tun, um die Folgen von Missständen und unzureichender Versorgung in anderen Ländern zu lindern. Das ist der Beweggrund der Allianz für Kinder.

Wie lange bleiben die Kinder in Österreich?
Unsere kleinen PatientInnen bleiben so lange hier, wie es die medizinische Behandlung erfordert. Das können wenige Tage, in schweren Fällen aber auch Monate sein.

Können wir Einsätze überall in der Welt durchführen?
Prinzipiell ja, praktisch: Nein. Effiziente Hilfe erfordert viel Vorarbeit: Wir brauchen Diagnosen, um entsprechende Maßnahmen und Behandlungen einzuleiten, möglichst fundierte Einschätzungen über die Erfolgsaussichten, Kontakte zu den Behörden des Einsatzlandes, um Ausreisegenehmigungen zu organisieren…

Wäre es nicht besser, die Kinder in Österreich zu behalten, wenn sie wieder gesund sind?
Das ist auf keinen Fall so. Selbst wenn in der Heimat unserer PatientInnen große Armut herrscht, sind sie doch dort zu Hause und eingebettet in ein Elternhaus, haben Geschwister und Verwandte. Unser Ziel ist die medizinische Versorgung, die leider so oft und so dringend nötig ist. Und wer die Wiedersehensfreude einmal miterlebt hat, wenn wir unsere gesunden Schützlinge wieder zurückbringen, der weiß, dass wir das Richtige tun…

Können Eltern ihre kranken Kinder begleiten?
Aus mehreren Gründen ist das nicht möglich: Zum einen ergäben sich erhebliche Schwierigkeiten aufgrund der Einwanderungs- und Asylgesetze. Zum anderen wären wir auch finanziell nicht in der Lage, solche Zusatzkosten zu tragen (Flüge, Unterbringung,…) So schwer die Trennung der Kinder von den Eltern sein mag: Sie ist von begrenzter Zeit und sie ist mit großer Hoffnung verbunden.

Warum gibt es die Altersgrenze von 14 Jahren?
Wie auch schon unser Name besagt, konzentriert sich unsere Hilfe auf Kinder.

Das ist der eine Aspekt. Der andere: Wir sind an die Einhaltung der Asylgesetze gebunden und können deshalb in Österreich keine Behandlungen von über 14jährigen durchführen.

Wie werden die Kinder in Österreich betreut?
Neben dem fachlichen und liebevollen Einsatz des Krankenhauspersonals können unsere Schützlinge auch auf regelmäßige Besuche und die Betreuung in Pflegefamilien zählen: Wir haben mit den Jahren viele Menschen als treue und unermüdliche freiwillige Helfer gewinnen können, die sich um „unsere“ Kinder kümmern und sie bei Heimweh und Schmerzen trösten und ablenken.